IMPLANTID · SICHERHEIT ERKLÄRT
Was ist Quantenverschlüsselung?
Quantenverschlüsselung bezeichnet kryptografische Verfahren, die Eigenschaften der Quantenmechanik nutzen. Ein bekanntes Beispiel ist die Quantum Key Distribution (QKD): Dabei wird ein geheimer Schlüssel über Quantenzustände – beispielsweise einzelne Photonen – zwischen zwei Teilnehmern verteilt.
Wichtige Unterscheidung: Quantenverschlüsselung beziehungsweise QKD und Post-Quanten-Kryptografie (PQC) sind nicht dasselbe. QKD benötigt spezielle quantenphysikalische Kommunikationshardware. PQC verwendet dagegen mathematische Algorithmen auf klassischen Computern, die auch Angriffen zukünftiger Quantencomputer widerstehen sollen.
Warum ist das interessant?
Leistungsfähige Quantencomputer könnten bestimmte heute weit verbreitete Public-Key-Verfahren gefährden. Deshalb werden heute sowohl quantenphysikalische Ansätze wie QKD als auch post-quanten-sichere mathematische Verfahren erforscht und standardisiert.
Was passiert bei QKD?
Sender und Empfänger tauschen Quantenzustände aus. Wird der Übertragungskanal beobachtet oder gestört, können sich messbare Abweichungen ergeben. Dadurch lässt sich ein verdächtiger Schlüssel verwerfen, bevor er für die eigentliche Verschlüsselung verwendet wird.
Vereinfacht in vier Schritten
01 · VorbereitungDer Sender erzeugt zufällige Zustände, aus denen später Schlüsselinformationen entstehen können.
02 · QuantenkanalDie Zustände werden beispielsweise über einzelne Photonen übertragen.
03 · PrüfungSender und Empfänger vergleichen geeignete Prüfinformationen und suchen nach auffälligen Abweichungen.
04 · SchlüsselNur wenn die Prüfung erfolgreich ist, wird aus den geeigneten Daten ein gemeinsamer geheimer Schlüssel abgeleitet.
Quantenverschlüsselung
Nutzt reale quantenphysikalische Zustände und benötigt spezielle Hardware sowie einen geeigneten Quantenkanal. QKD dient vor allem dazu, Schlüssel sicher zu verteilen; die eigentlichen Nutzdaten werden anschließend typischerweise mit klassischen symmetrischen Verfahren verschlüsselt.
Post-Quanten-Kryptografie
Läuft auf klassischen Computern und verwendet mathematische Verfahren, die gegen bekannte Quantenangriffe ausgelegt sind. NIST hat hierfür unter anderem ML-KEM für Schlüsselkapselung sowie ML-DSA und SLH-DSA für digitale Signaturen standardisiert.
Was bedeutet das für ImplantID?
ImplantID unterscheidet klar zwischen Quantenkommunikation und Post-Quanten-Kryptografie. Sicherheitsangaben werden nur dann verwendet, wenn die tatsächlich eingesetzte technische Implementierung die jeweilige Eigenschaft nachweisbar erfüllt.
Für die langfristige Sicherheitsarchitektur von ImplantID ist die Unterstützung standardisierter Post-Quanten-Verfahren vorgesehen. Eine QKD-Verbindung mit spezieller quantenphysikalischer Kommunikationshardware ist derzeit nicht Bestandteil der öffentlich beschriebenen ImplantID-Implementierung.
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